freizeit-header-alt.jpg Foto: Mario Andreya / DRK e.V.
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Jugendrotkreuz - Die Anfänge

Jugendarbeit – wichtiger Stützpfeiler eines jeden Vereins

Das Jugendarbeit eine der wichtigsten Aufgaben eines jeden Vereins ist, wird heute kaum noch in Frage gestellt. In einer Zeit, in der es einerseits für die Jugendlichen immer schwieriger scheint, die Freizeit  sinnvoll zu nutzen, andererseits Kinder und Jugendliche unter „Freizeitstreß“ geraten, kommt eine große Verantwortung auf organisierte Jugendgruppen zu. Im übrigen braucht ein jeder Verein Jugendliche, um letztlich überleben zu können. Denn der Nachwuchs von heute ist der Aktivenstamm von morgen.

Aus den Anfängen

Dies war auch der wichtigste Grund für die Ehranger DRK-Verantwortlichen, als sie 1952 beschlossen, eine Jugendrotkreuzgruppe zu gründen. Als Leiter des Jugendrotkreuzes konnten sie Alfons Kertels gewinnen.

Die Jugendgruppe widmete sich in den Anfangs- und Aufbauphasen neben der Ausbilung in der Ersten Hilfe und der Freizeitgestaltung durch Sport und Spiele auch verstärkt den anfallenden Sozialaufgaben.

So galt ein Augenmerk der Pflege verwahrloster, von keinem Angehörigen mehr betreuter Gräber. Auch die in dem aufgestellten „Kummerkasten“, der allen Ehranger zugänglich war, vorgefundenen Briefwünsche wurden nach Möglichkeit erfüllt.

Der wachsende Verkehr auf den Straßen brachte immer größere Gefahren, vor allen für die Kinder. Diesem Problem widmeten sich die jungen Helferinnen und Helfer des Jugendrotkreuzes ebenfalls. Gemeinsam mit der Verkehrswacht führten sie den arrangierten Schülerlotsendienst durch.

Und auch als „Sozialarbeiter“ betätigten sich die Mädchen und Jungen. Für Kinder sozialschwacher Familien stellten sie in der mit Hilfe des DRK-Landesverbandes eingerichteten Bastelstube Spielzeug her.

Dies war auch der wichtigste Grund für die Ehranger DRK-Verantwortlichen, als sie 1952 beschlossen, eine Jugendrotkreuzgruppe zu gründen. Als Leiter des Jugendrotkreuzes konnten sie Alfons Kertels gewinnen.

Die Jugendgruppe widmete sich in den Anfangs- und Aufbauphasen neben der Ausbilung in der Ersten Hilfe und der Freizeitgestaltung durch Sport und Spiele auch verstärkt den anfallenden Sozialaufgaben.

So galt ein Augenmerk der Pflege verwahrloster, von keinem Angehörigen mehr betreuter Gräber. Auch die in dem aufgestellten „Kummerkasten“, der allen Ehranger zugänglich war, vorgefundenen Briefwünsche wurden nach Möglichkeit erfüllt.

Der wachsende Verkehr auf den Straßen brachte immer größere Gefahren, vor allen für die Kinder. Diesem Problem widmeten sich die jungen Helferinnen und Helfer des Jugendrotkreuzes ebenfalls. Gemeinsam mit der Verkehrswacht führten sie den arrangierten Schülerlotsendienst durch.

Und auch als „Sozialarbeiter“ betätigten sich die Mädchen und Jungen. Für Kinder sozialschwacher Familien stellten sie in der mit Hilfe des DRK-Landesverbandes eingerichteten Bastelstube Spielzeug her.

Ein erster Umbruch

Eine längere Erkrankung des Jugendleiters Kertels zeigte anfang der 60er Jahre bereits nachteilige Auswirkungen in der Jugendarbeit; vor allen die Mitgliederzahl der Jugendrotkreuzgruppe ging erheblich zurück. Hinzu kam im April 1967, daß Kertels sein Amt gar nicht mehr ausüben konnte und es endgültig niederlegte.

Dies stellte den Ortsverein nicht nur vor das Problem schwindender Mitgliederzahlen, hinzu kam noch ein akutes Führungsproblem bei der weiteren Betreuung der Heranwachsenden der JRK-Gruppe.

Eine Lösung dieses drängenden Problem mußte her !

Teils in persönlichen Gesprächen, teils durch Werbung aus einem anstehenden Erste-Hilfe-Kurs für Schulentlassene konnten Dank der gemeinsamen Anstrengungen aller Führungskräfte des Ortsvereins in einem ersten Schritt bereits im Sommer 10 Mädchen und 15 Jungen gewonnen werden.

Dem Helfer Toni Adams wurde die Jugendleitung übertragen. Er führte die weitere Jugendarbeit gezielt fort. Der Vorstand verfügte, daß in Zukunft das Jugend-Rotkreuz die besondere Förderung des Vereins erfahren sollte, bildete und bildet es doch den Quell, woraus er seinen Nachwuchs schöpfte und auch heute noch schöpft.

Auf und Ab

Die weitere Entwicklung der Jugendgruppen ist mit einer Berg- und Talfahrt vergleichbar.

Probleme bereitete insbesondere immer wieder die Such nach geeigneten Führungskräften. Nachdem Toni Adams sein Amt nach drei Jahren aus Zeitgründen abgab, konnte mit Robert Berg ein Schüler gefunden werden, der die Gruppe weitere fünff Jahre, bis 1975, führte und prägte.

Daß Jugendarbeit eine der schwersten, wohl zeitaufwendigsten, Resorts in der Arbeit es Ortsvereins ist, zeigt sich in den darauffolgenden Wechseln an der Spitze der Jugendorganisation. So übernahm Rolf Lübeck das Amt von 1976 bis 1978, um es dann an Norbert Metzger weiterzugeben. Der Schüler gab jedoch bereits nach drei Monaten den Posten an Ferdinand Haller weiter, der wiederum nach weiteren sechs Monaten kommissarischer Führung das Amt an Adolf Morbach weiterreichte.

Adolf Morbach konnte jedoch nur bis Oktober 1981 seine Arbeit für die JRK-Gruppe verrichten.

Rolf Lübeck erklärte sich bereit, wieder die Leitung des JRK zu übernehmen. Zwei Jahre, bis November 1983, blieb der Leiter, bevor auch er aus Zeitgründen die Segel streichen mußte.

Mit Andreas Boden als Jugendleiter kam etwas Kontinuität in die Arbeit des Jugendrotkreuzes, da er drei Jahre Leiter blieb. Auch er mußte aus beruflichen Gründen im November 1986 sein Amt niederlegen. Helmut Branz übernahm stattdessen die Gruppenführung. Unter seiner Leitung wuchs das Jugendrotkreuz stetig. Teilweise konnten zwei Gruppen verschiedener Altersstufen gebildet werden.

Aus dieser Gruppe wuchs auch Branz‘ Nachfolger Joachim Mertes heran. Er übernahm die Position im Jahre 1991, nachdem Branz als hauptamtlicher Rettungsassistent eingestellt wurde, und er keine Zeit mehr fand.

Joachim Mertes konnte weitere vier Jahre seine Arbeit leisten, bevor er aus beruflichen Gründen dem Vorstand mitteilen mußte, daß er das Amt nicht weiterführen würde.

Engagement bringt Erfolg

Der Wechsel an der JRK-Spitze blieben in dieser Zeit nicht ganz ohne Folgen. Es war schwer, die Jugendlichen immer wieder nach Führungswechseln neu zu motivieren und immer wieder neue Jugendliche zu begeistern.

Man ging von Seiten des Vorstands wieder mal auf die Suche nach einer geeigneten Persönlichkeit, die das JRK aus diesem Dilemma herausführen konnte und sich auch für längere Zeit dieser Aufgabe widmen sollte.

In November 1995 die Vormänner und -frauen des DRK Ehrang einig. Thomas Gerard und Heinz Görres, beide hauptamtliche Rettungsassistenten beim Kreisverband Trier-Saarburg und ehrenamtliche Mitarbeiter des Ortsvereins Ehrang, konnten für dieses Amt gewonnen werden. Nicht nur, daß sie auf Grund ihres Berufes die richtigen Leute für diese Aufgaben waren, sie wohnen auch beide in Ehrang, haben selbst Kinder im entsprechenden Aller und hatten somit auch Bezug zu der anstehenden Aufgabe.

Gemeinsam mit diesen beidem initiierte und entwickelte der stellv. Vorsitzende Wolfgang Reiland das Pilotprojekt „Grundsatzkonzept Erste-Hilfe-Lehrgang für Kinder“, das der Vorstand in seiner Sitzung vom 11.11.1991 behandelte und auch guthieß.

Es sah vor, in Absprache mit den örtlichen Grundschulen Schüler im 3. Und 4. Schuljahr in 5 Unterrichtseinheiten von je 2x30 Minuten und einer Abschlußveranstaltung zusammen mit dem JRK die Grundausbildung in Erster Hilfe zu vermitteln. So sollte den Kindern das Rote Kreuz in anschaulicher Weise durch eine kindgerechte Ausbildung mit Besichtigung von Rotkreuzeinrichtungen und Hilfsgeräten wie auch durch das Mitfahren in Einsatzfahrzeugen und Krankenwagen usw. nahegebracht werden, woraus sich dann möglicherweise Nachwuchs für unser Jugendrotkreuz rekrutieren konnte.

Mit dem Schulleiter der Grundschule Ehrang-Ort wurde Verbindung aufgenommen, so daß mit dessen Einverständnis  diese Ausbildung von  Kindern in den Schulunterricht integriert und damit begonnen werden konnte.

Das Projekt wurde ein voller Erfolg. Nicht nur die Kinder, auch die Lehrerschaft war von der für Trierer Schulen neuen Ausbildung vollends begeistert. Weitere Schulen wurden angeschrieben und  weitere Zusagen wurden gegeben. Der gewünschte Nebeneffekt, Werbung für das JRK zu machen und Mädchen und Jungen für die Rotkreuz Arbeit zu begeistern, blieb  nicht aus.

Innerhalb kürzester Zeit erreichte die Gruppe eine so große Stärke, daß man sie teilen mußte.

Aber nicht nur zahlenmäßig ging es mit dem JRK bergauf, auch die geleistete Arbeit trug ihre Früchte.

Beim Wettbewerb der Jugendrotkreuzgruppen im Regierungsbezirk Trier  konnten die bis 12-jährigen Kinder 1997 den ersten Platz belegen. Auch die Gruppe der älteren Jugendhelferinnen und -helfer errang mit Platz 10 einen zwar noch steigerungsfähigen aber dennoch achtbaren Platz.

Vielfältigste Aufgaben und Ziele

Aber nicht nur spezifische Jugendthemen werden im JRK vermittelt. Unser reges Jugendrotkreuz, das eigenverantwortlich seine Arbeit verrichtet, wird auch für außerhalb der Jugendarbeit liegenden Aufgaben, so z.B. zur Mithilfe bei Blutspendeterminen, Kleidersammlungen, zur Altenhilfe und -betreuung usw. gebeten. Selbst für überregionale Hilfen engagieren sich die Jugendrotkreuzlerinnen und -rotkreuzler.

So erwirtschafteten sie für die Rußlandhilfe einen bemerkenswerten Betrag aus einer Straßensammlung und einem Basar mit Glühweinverkauf. Die Arbeit des  JRK unter einer bewährten Jugendführung ist hervorragend.

In regelmäßigen Gruppenabenden kommen die Jugendlichen in unserer Rotkreuzzentrale zusammen und pflegen neben einer rotkreuznahen Ausbildung die Freizeitgestaltung mit Basteln, Schwimmen, Spiel und Sport wie auch die Teilnahme an Zeltlagern und internationalen Jugendbegegnungen.

Betrachtet man die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Begeisterung und ihrem Engagement, so braucht es keinem um die Zukunft des Deutschen Roten Kreuzes in Ehrang bange werden.

Denn wie bereits angemerkt: der Nachwuchs von heute ist der Aktivenstamm von morgen!